Pille danach

Zahl der Verordnungen geht stark zurück

Die „Pille danach" ist seit einem Jahr in deutschen Apotheken rezeptfrei erhältlich. Die Verschreibungen durch Gynäkologen sind seither stark rückläufig. Das sollen Zahlen der Siemens-Betriebskrankenkasse SBK belegen. Frauen holen sich demnach das Notfallmedikament immer öfter direkt aus der Apotheke.

Nach wie vor ist die „Pille danach" für die große Mehrheit der Frauen ein Medikament für den Notfall.
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Gemäß Zahlen der Krankenkasse SBK sind die Verordnungen der „Pille danach" seit dem Ende der Rezeptpflicht deutlich eingebrochen. 2015 bekamen SBK-Versicherte von ihren Frauenärzten 636 Mal ein Rezept für das Notfallkontrazeptivum. 2014 war das Medikament noch 1.336 Mal verschrieben worden. Bis zum Rückgang 2015 hätten sich die Verschreibungszahlen in den Vorjahren konstant in dieser Größenordnung bewegt.

Die Versicherten, die auf die „Pille danach“ zurückgreifen, seien im Durchschnitt 18 Jahre alt. Nach wie vor sei das Verhütungsmittel für die große Mehrheit der Frauen ein Medikament für den Notfall: 2015 griffen über 90 Prozent der Versicherten nur einmal zu der Pille. Nur 55 Versicherte ließen sich das Verhütungsmittel mehr als einmal verschreiben, 51 davon nahmen es zweimal im Jahr 2015 ein.

Mar 31, 2016, 3:31:59 PM, Autor: mm