Wirkstoffpflaster richtig anwenden

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In Deutschland werden jedes Jahr etwa drei Millionen Wirkstoffpflaster verordnet, zum Beispiel in der Hormonersatztherapie, zur Schmerzbehandlung oder Raucherentwöhnung. Die Wirkstoffe werden dabei direkt über die Haut ins Blut abgegeben. In den Packungsbeilagen fehlen aber oft Hinweise zur richtigen Anwendung, kritisieren Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg – und geben Tipps:

Die Haut muss unverletzt und frei von Haaren sein, damit die Pflaster gut haften und eine gleichmäßige Wirkstoffaufnahme möglich ist. Die Haut sollte mit Wasser, aber ohne Seife gereinigt und das Pflaster mit leichtem Druck aufgeklebt werden. Medikamentenpflaster dürfen nicht zerschnitten werden! In den meisten Fällen sollte nicht mehr als ein Pflaster gleichzeitig aufgebracht werden.

Nach der Entfernung sollten die Pflaster mit den Klebeseiten nach innen gefaltet und in einem geschlossenen Behälter entsorgt werden. Danach unbedingt die Hände waschen! „Die benutzten Pflaster dürften nicht in falsche Hände, etwa von Kindern, geraten, da selbst nach einer mehrtägigen Applikation noch erhebliche Wirkstoffmengen in den Pflastern vorhanden sind“, warnt Prof. Walter E. Haefeli, Ärztlicher Direktor der Abteilung Klinische Pharmakologie und Pharmakoepidemiologie am Universitätsklinikum Heidelberg.

durchblick gesundheit • Ausgabe 65 • Juli–September 2019 



Apr 7, 2019, 2:55:29 PM, Autor: na