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Warum sind wir im Frühjahr so müde?

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Kaum zeigt sich die Sonne nach einem langen dunklen Winter wieder öfter, geht es vielen Menschen gleich: Statt das schöne Wetter zu genießen, schaffen sie es kaum aus dem Bett. Ein klarer Fall von Frühjahrsmüdigkeit, aber was steckt dahinter?

Im Herbst und Winter produziert der Körper mehr Melatonin. Dieses Hormon bewirkt, dass wir schneller erschöpft und müde sind als im Sommer. Auch fehlende Bewegung bei nasskaltem Wetter lässt uns träge werden. Wenn der Frühling kommt, belastet die Hormonumstellung auf die hellere und wärmere Jahreszeit den Körper erneut. Dass man sich im Frühjahr müde fühlt, ist also keine Einbildung.

Der Frühjahrsmüdigkeit kann man jedoch durch ausreichend Bewegung, Wechselduschen, gesunde Ernährung und einen regelmäßigen Schlaf-wach-Rhythmus relativ schnell entgegenwirken. Wenn man all dies beherzigt, aber trotzdem ständig müde ist, sollte man einen Arzt aufsuchen: Denn hinter einer ständigen Schlappheit verbirgt sich oft Eisenmangel. Eisen ist der wichtigste Baustein für die Bildung des Blutfarbstoffs Hämoglobin. Ist zu wenig Eisen im Blut, können die Körperzellen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Dadurch kann die Abwehr geschwächt und die Infektanfälligkeit erhöht sein.

Apr 25, 2016, 4:02:34 PM, Autor: na / durchblick-gesundheit April–Juni 2016